Die Überlebenden

Klappentext

Marlen Haushofer: in den fünfziger Jahren eine “junge Autorin” aus Hans Weigels legendärem Kreis im Café Raimund, als erzählerisches Talent (“Die Wand”) hochgeschätzt, nach ihrem Tod fast völlig in Vergessenheit geraten. Erst zu Beginn der achtziger Jahre machte die Frauenliteratur-Forschung wieder auf ihre literarische Qualität und gesellschaftskritische Prägnanz aufmerksam. Dieser Band vereinigt unveröffentlichte Texte aus dem Nachlass – drei Hörspiele und ein Fernsehspiel – und rückt die Erzählerin und Jugendbuchautorin Marlen Haushofer in absichtsvoll kunstloser, fliessender Sprache die österreichische “lost generation” vor: um ihre Ideale betrogene Frauen, die in der Ehe resignieren: Kriegsheimkehrer unter dem beruflichen Erfolgszwang der Wiederaufbauzeit; einander entfremdete Paare, die nur noch von Partyritualen zusammengehalten werden; ein Kind, das die Lebenslüge seiner Eltern entdeckt; Menschen, die persönliche Schuld verdrängen – Überlebende eben.

Ergänzt wird diese Textausgabe durch die bisher umfangreichste Bibliografie zu Marlen Haushofer und fünf literaturwissenschaftliche Beiträge ausgewiesener Fachleute. Einzelnen Schriften der Autorin oder bestimmten (etwa sprachkritischen) Aspekten gewidmet, schaffen sie den Kontext zu Marlen Haushofers Gesamtoeuvre und repräsentieren zugleich den aktuellen Forschungsstand.

Einzelheiten zum Buch

Verlag: Landesverlag, Linz
ISBN : 3-85214-550-3
Umschlag: Gestaltet von Hans Schaumberger, Wien, Motiv: Franz Hubmann, Wien
Anzahl Seiten: 223
Erscheinungsjahr: 1991
Bemerkungen: Erstausgabe

Inhaltsverzeichnis

– Vorbemerkungen 6

UNVERÖFFENTLICHTE TEXTE AUS DEM NACHLASS
– Die Überlebenden. Hörspiel 14
– Ein Mitternachtspiel. Hörspiel, nach einer Erzählung bearbeitet 35
– Der Knabe im Dschungel. Fernsehspiel 61
– Der Wassermann. Hörspiel 91
– Editorische Notizen 112

AUFSÄTZE ZUM WERK
– “…drehen Sie das Radio an…Die Stille tut Ihnen nicht gut.” Die Hörspiele Marlen Haushofers im zeitgenössischen Kontext (Evelyne Polt-Heinzl) 116
– Marlen Haushofer. Die frühen Erzählungen (Norbert Frei) 139
– Im Korsett der bleiernen Zeit. Zu den Romanen Eine Handvoll Leben und Die Tapetentür (Christa Gürtler) 159
– Wir töten Stella. Ein Österreicherin schreibt gegen das Vergessen (Irmgard Roebling) 173
– Zeit und Bewusstsein. Über den Gebrauch der Sprache in den frühen Erzählungen Marlen Haushofers (Theresia Klugsberger) 189

BIBLIOGRAFIE
– Christine Schmidjell 207
– Zu den Autorinnen und Autoren 222
– Nachwort zur Schriftenreihe 223

Auszug aus dem Buch (Leseprobe)

Die Überlebenden
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